Hallo liebe Fans,
so nun endlich wie versprochen ein kleiner Bericht von der Beltquerung in neuer Rekordzeit.
Diesmal hieß es sehr früh aufstehen. Bereits um halb drei morgens frühstückten Stefan Hetzer, Peter Erl und ich mehr oder weniger munter. Absolut nett waren die Besitzer unserer Unterkunft Herr und Frau Wohlers. Frau Wohlers stand extra auf und bereitete uns das Frühstück, sogar mit Rührei, vor. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals.
Pünktlich um 3.30 Uhr verließen wir dann mit Kaitän Mike und Schiedsrichter Hein den Hafen von Burg auf Fehmarn und traten unsere zweieinhalbstündige Fahrt nach Rodby an. Bei relativ ruhiger See konten wir doch noch etwas ruhen.
Als ich dann um kurz vor sieben in die 15 Grad ware Ostsee sprang war ich sehr schnell munter.
Nach einem kurzen Einschwimmen wartete ich am Strand von Rodby auf ein Startsignal und dann ging es los.
In der ersten Stunde legte ich gleich 4,2km zurück. Das stimmte uns alle sehr froh, denn trotz Strömung, war das Ziel die 4km Marke zu überbieten. Bis zur Hälfte lief alles optimal nach Plan. Dann traten doch einige kleinere Komplikationen beim Kreuzen der Schifffahrtslinie auf.
So erkannte ich das erste Kontainerschiff erst relativ spät und bin doch sehr erschrocken als es plötzlich vor mir auftauchte. Die dadurch verursachten Wellen spülten mich heftig hin und her.
Bei einem Schiff mussten wir sogar einige Minuten anhalten, da der Frachter unser Sinal ignorierte. Kapitän Mike war darüber ziemlich verärgert über diese Aroganz des anderen Kapitäns. Er hätte seine Route ändern müssen.
Schnell kam ich wieder in meinen Rhythmus rein und schwam weiter.
Immer mehr musste ich mit den wechselnden Winden käpfen. Dadurch änderte sich auch die Oberflächen Strömung ständig. ein Team und ich waren absolut efordert. So kam bei ir auch leichter Frust und Ärger hoch. Als ich Stefan anekerte warum ich immer unter dem Auslauf des Kühlwassers vom Motor schwimmen musste, meinte er nur das ist halt so und lachte mit Peter. KLar hatte bis dahin ja auch nichts ausgemacht. War ja eher angenehm wenn von oben 20 Grad warmes Wasser auf einen läuft. Aber zu diesem Zeitpunkt passte mir halt einfach überhaupt nichts.
Ich war erleichtert als ich dann die letzten 300 m ohne Boote zurück legen konnte, denn von da an wusste ich, dass ich alles geschafft habe und der Sandstrand von Gammendorf mich gleich erwartet.
Nach einigen Interviews mit den Medienvertretern machte ich mich auf den sehr unangenehmen Rückweg zu meinem Boot. Es war nicht gerade toll, erschöpft und ausgepowert wieder in das 15 Grad kalte Wasser zu steigen.
Wir genossen die zweistündige Rückfahrt um die halbe Insel bei strahlendem Sonnenschein.
Den gelungenen Saisonabschluss feierten wir dann noch kurz in Burg mit frischem Fisch und einem kühlen Erdigner Alkoholfrei, ehe dann jeder wieder seine Heimreise antrat.
Jetzt steht erst einmal Erholung auf dem Plan. Natürlich machen wir uns auch schon ernsthafte Gedanken welche Rennen ich in der kommenden Saison bestreiten werde.
Vielen Dank an mein Team Stefan Hetzer, Matthias Hofmann und Peter Erl, die öfters ihren Urlaub unterbrachen um mich zu begleiten.
Ciao bis bald euer Christof
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